Marley

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MarleyRottweiler - Beauceron Mischling

Alter: 7 Jahre 5 Monate
Wartet seit: 4 Jahre 5 Monate
Größe: groß
Geschlecht: männlich
Schulterhöhe: 65 cm
Gewicht: 40 kg
Eignung: Personen mit sehr viel Hunde-Erfahrung
Geimpft: Ja
Kastriert: Ja
Langzeitinsasse: Ja
Standort: Tierheim Weil am Rhein
Status:
Wartet Langzeitinsasse
Letzte Änderungen: 20.05.2018

Marley`s Tagebucheintrag vom Sonntag 14.05.2018

Geschrieben von seiner regelmässigen Gassigeherin Andrea :)

 

Bannumläufe 06.05. und 10.05.:

Der Test, mit Marley am 06.05. den Bannumlauf von Riehen mitzuspazieren, ist sehr erfolgreich und friedlich abgelaufen - trotz rund 150 weiteren Teilnehmern und diversen Hunden. Sofern ihm ein gebührender Abstand zu anderen Hunden gewährt wurde, war er total unbeeindruckt und entspannt. Walkingstöcke, essende Erwachsene, tobende Kinder sowie ein Fest mit Musik und lauter Atmosphäre haben ihn an diesem Tag nicht sonderlich gestört. Nach 6 Stunden hat man dann aber gemerkt, dass sein Nervenkostüm arg auf die Probe gestellt wurde und er, sicher auch wegen der sengenden Sonne, leicht unruhig zu werden begann. Jetzt war dringend Ruhe angesagt, die er dann beim Verschieben von Steinen in der Wiese bald darauf wieder gefunden hatte.

Der zweite Bannumlauf am 10.05. gestaltete sich von Beginn an etwas schwieriger. Schon die Autofahrt zum Startort waren für ihn mit einem gewissen Pegel an Stress verbunden, welchen man ihm gut am Sabbern ansehen konnte. Den Versuch, ihn beim Warten auf die anderen Teilnehmer etwas zu beruhigen, hat gerade gefruchtet, als schnellen Schrittes und lautstark ein Teilnehmer um die Hausecke gelaufen kam. Sehr nah an mir und Marley vorbei. Die nervliche Anspannung hat sich durch diese Situation blitzartig und völlig überraschend mit lautstarkem Sprung nach vorne entladen.

Die anschließende Wanderung über unbefestigte Waldwege und Baumstämme, aufwärts und abwärts, verlief sehr angenehm und ruhig. Mit jedem Schritt hat sich Marley mehr entspannt. Menschen die ruhig und gelassen auf ihn zugehen oder um ihn herum laufen sind da überhaupt kein Problem.

Mit einer leckeren Ablenkung vor der Nase konnte auch jede Kuh- und Pferdeweiden ruhig und entspannt passiert werden.

Beim Zwischenstopp auf einem Bauernhof ist Marley, umringt von 4 Familienangehörigen, eine ganze Weile ruhig und brav dagesessen und hat die Geräuschkulisse und die Gerüche tapfer über sich ergehen lassen. Dabei war er aber zu jeder Zeit sehr aufmerksam. Als sich aber plötzlich drei neue Personen der Gruppe von rund 50 Leuten näherten, hat er dies sofort realisiert und ist lautstark in die Leine gesprungen. Nach einer Zurechtweisung hat er sich aber sehr schnell wieder beruhigt.

Die nächste und größte Pause fand ebenfalls auf einem Bauernhof, umrahmt von Pferdeboxen statt. Marley ist brav unter dem Tisch gesessen, konnte sich aber nicht zum Hinlegen und Entspannen durchringen. Dies war auch schwierig, da ständig Bewegung in der Menge war und dauernd jemand aufgestanden ist oder sich hingesetzt hat. Zwischendurch hat auch mal ein Pferd an die Box getreten, was er aber erstaunlich ruhig hingenommen hat.

Die Heimfahrt verlief ohne Sabbern und mit einem lauten Schnarchen aus dem Kofferraum:-) Alles in allem hat er die vielen Stressfaktoren und neuen Eindrücke hervorragend gemeistert. Der Wachinstinkt ist aber unabstreitbar vorhanden und eine geballte Ladung an Stress können ihm die Gelassenheit sehr plötzlich nehmen.


Leider ist Marley nicht mit Katzen verträglich :(


Marley`s Tagebucheintrag vom Sonntag 18.03.2018

Geschrieben von seiner regelmässigen Gassigeherin Andrea :) DANKE dafür!

Mein Tag im weissen, fluffigen Zeug:

Am Morgen kam die Tante mit der roten Mütze und der blauen Jacke mal wieder. In dem Moment war ich echt froh, dass ich mein Frühstück schon bekommen hatte, denn die geht immer ewig mit mir laufen und ich verzichte nur ungern auf mein geliebtes Frühstück!

Als erstes habe ich Bauklötze gestaunt, als ich das weisse, fluffige Zeug da am Boden gesehen habe. Das war doch am Samstag noch nicht da!?

Na ja, erst mal war mir wichtiger ein schönes Plätzchen für meine Morgentoilette zu finden. Als ich grad so auf der Suche war, kam uns eine andere Tante mit so nem grossen, schwarzen, langhaarigen Hund entgegen. Die kamen immer näher und ich habe mir schon Gedanken gemacht, wann wohl der beste Zeitpunkt wäre, dem Hundekollegen da vorne entgegenzuschreien, dass er mich in Ruhe lassen soll. Während ich mir grad noch einen Schlachtplan überlege, taucht da vor meiner Schnauze meine geliebte Käsecreme aus der Tube auf. Mmmmmhhhh, die lieb ich doch so. Während meine Tante sich mit der anderen Tante unterhält, taucht diese leckere Käsecreme immer mal wieder vor meiner Schnauze auf. Das hat mich so abgelenkt, dass ich total vergessen hab, was ich dem Hund da gegenüber eigentlich sagen wollte.

Ich fände es echt super, wenn die Tante die Tube mal in meinem Auslauf liegen lassen würde. Leider hat sie das noch nie «vergessen». Vielleicht gibt ihr ja mal jemand so einen Geheimtipp und ich darf das Ding in Ruhe leerschlecken😉

Ein bisschen später ist mir plötzlich aufgefallen, dass da quasi mein Spiegelbild hinter mir herläuft und immer näher an mich rankommt. Fand ich gar nicht lustig. Lieber habe ich regelmässig nach hinten geschaut, denn man weiss ja nie was der da so vorhat! Plötzlich läuft die Tante statt geradeaus nach links in einen anderen Weg. Ich war etwas verwirrt, aber auch ganz froh, dass die schwarze Gefahr da hinter mir einen anderen Weg läuft.

An der nächsten Verzweigung dachte ich zuerst, ich sehe mich selber. Da war er wieder. Gross und schwarz wie ich. So, dachte ich, jetzt sag ich dir aber mal meine Meinung. Doch noch während ich mir die Worte zurechtgelegt hatte, sagt die Tante «Sitz» und schiebt den leckeren Käse wieder vor meine Schnauze. Ob die wohl weiss, dass ich Leberwurst auch gerne mal versuchen würde? Auf jeden Fall war es mir ab dem Moment sowas von egal, dass ich da eine längere Zeit sitzen bleiben musste. Hauptsache, die gibt mir immer mal wieder von dem Käse. Dann kann mir der Hund echt gestohlen bleiben.

Puhhhh… schon drei Stunden unterwegs… jetzt wird es aber echt mal Zeit für eine Pause, denke ich so bei mir. So viele Hunde überall und bei jeder Begegnung muss ich ruhig neben der Tante herlaufen. Ganz schön anstrengend kann ich euch sagen!

Endlich stehen wir vor der Wohnungstüre der Mutter der Tante mit der roten Mütze. Wie immer lasse ich mich direkt vor die Türe auf den Boden fallen. Die will mir immer den Bauch und die Füsse abreiben. Ich muss sagen, ich finde die extra Massage eigentlich gar nicht so übel. Ist alles nur Gewohnheitssache. Hinter der Türe muss ich dann warten bis die Tante ihre Jacke und die Schuhe ausgezogen hat. Jedes Mal frage ich mich, wieso die Tante immer so viele Kleider anhat? Ich zieh weder im Sommer noch im Winter Kleider an und lauf ja auch draussen rum. Na ja, diese Menschen kann man nicht immer verstehen.

Sobald die Tante sagt, ich darf gehen, kann ich mal schauen ob da noch jemand in der Wohnung ist. Leider war heute niemand da. Na ja, auch egal. Ich habe mich auf jeden Fall gleich auf «meinen» geliebten Teppich, vor der Coach, hingeknallt, während die Tante auf der Couch so eine komische schwarze Brühe getrunken hat. Zwei Stunden habe ich geschlafen. Ich mag das total. Mal kein Hundegebell drum rum und bewachen muss ich auch nix. Einfach mal in Ruhe schlafen… zwischendurch auch mal schön.

Da steht die Tante plötzlich auf und läuft in die Küche. Ich lauf da natürlich sofort hinterher, ist doch klar. Normalerweise sitzt sie da und trinkt Kaffee während sie mich streichelt oder ich vor den Füssen schlafe. Jetzt holt die aber zwei so graue Töpfe aus dem Schrank und macht da irgendwas. Mir hat sie gesagt, ich muss mich hinlegen. Natürlich habe ich immer beobachtet was die da macht. Kocht die da etwa meine Frolic? Muss fast so sein, denn alle paar Minuten bückt sie sich zu mir runter und sagt «fein» und gibt mir ein Frolic ins Maul. Die Tierheimhunde erzählen immer Geschichten vom Schlaraffenland. Ist es das etwa, das Schlaraffenland?

Als sie mit dem Teller und irgendwas Dampfendem drauf ins Wohnzimmer geht, laufe ich natürlich sofort hinterher. Blöderweise muss ich mich wieder auf meinen Teppich legen. Dabei würde ich doch so gerne schauen was die sich da am Tisch in den Mund schiebt. Ehe ich noch so drüber nachdenke, steht sie auf und sagt zu mir «fein» und schiebt mir ein Frolic ins Maul. Unter uns…. ich glaub die isst auch Frolic, denn die Dinger kommen immer von Richtung Tisch. Immer wenn ich mir grad überlege aufzustehen, kommt die und gibt mir ein Frolic. Marley, denke ich mir. Wenn das Essen zu dir kommt, was sollst du dann aufstehen? Ist doch viel besser liegen zu bleiben und die bringt mir die leckeren Guddeli auf meinen Schlafteppich.

Irgendwie muss ich aber nach drei Stunden Ruhe mal wieder raus. Also laufen wir durch die Stadt an ganz vielen Autos, Katzen, Joggern und Häusern vorbei und kommen irgendwann an so einen kleinen Berg. Mittlerweile finde ich das fluffige, weisse Zeug total cool. Ich leg den Kopf da rein und schiebe das Zeug mit dem Kopf nach vorne. In Wahrheit will ich ja den blöden Maulkorb auf die Art loswerden. Gut, dass die Tante das offenbar noch nicht begriffen hat! Aber leider hat mein Plan bisher nicht funktioniert. Muss mir vielleicht mal eine andere Technik überlegen. Ich bin da sehr einfallsreich, kann ich euch also versichern!

Oben auf dem Berg gibt es etwas, was aussieht wie mein Auslauf nur etwas grösser. Dort darf ich ohne Leine meiner Lieblingsbeschäftigung von heute, nämlich das weisse Zeug mit dem Kopf durch die Gegend schieben, nachgehen. Dieses Zeug könnte immer da sein! Ich mag das echt gerne!

Wenn die Tante mich ruft, renne ich ganz schnell zu ihr. Schliesslich gibt sie mir dann ein Frolic dafür. Wer arbeitet auf dieser Welt schon umsonst, frag ich euch? Einmal habe ich aber nicht aufgepasst und plötzlich war die Tante verschwunden. Ich habe erst mal ganz schön blöd aus der Wäsche geschaut. Die kann sich doch nicht in Luft auflösen denke ich noch so bei mir!?

Aber ich bin ja nicht doof. Schliesslich habe ich ja eine viel bessere Nase wie die Tante. Also Kopf runter und den Fussstapfen folgen und prompt steht die da hinter einer Hütte. Ich bin schon froh, dass die noch da ist, denn schliesslich soll die mich ja zurück in meinen schönen Auslauf im Tierheim und zu meinem geliebten Abendessen bringen! Ein Marley braucht Frühstück und Abendessen, sonst fällt er irgendwann vom Knochen. Das versteht ihr doch sicher!

Und so war es dann auch. Sie hat mich wieder in meine gewohnte Umgebung zurückgebracht. Ich freu mich immer wieder, wenn ich in meinen grossen Auslauf zurückkomme. Na ihr wisst schon, da beim Eingang und praktischerweise ganz nah bei meinem Abendessen😊


 

Suche Stelle als Wachmann!  Darf ich mich Ihnen kurz vorstellen?
Mein Name ist Marley, ich bin ein knapp 6 jähriger Rottweiler/Beauceron Mischling und seit einiger Zeit leider arbeitslos.
Haben Sie eine Werkstatt/Firma mit Wohnhaus und Grundstück??Gerne würde ich die Überwachung für Sie übernehmen.

Meine "Gehaltsvorstellungen" wären: ein schöner großer Zwinger mit Freilauf und einer bequemen, warmen Hundehütte,
genügend Schmusestunden ( ich liebe Schwimmen!!) mit meinen Menschen und eine konsequente, aber liebevolle Führung. Anfangen kann ich zum nächst möglichen Zeitpunkt.

Na, neugierig geworden?? Ich freue mich schon darauf SIE kennenlernen zu dürfen.
Mit freundlichem Wau wau Ihr Marley


Update Januar 2018: Ein neues Jahr beginnt und Marley ist immer noch bei uns. Inzwischen gilt er zwar bei den Angestellten und Ehrenamtlichen als der Lieblingsknallkopf, aber er ist und bleibt ein Chaot. Seit etwa zwei, drei Monaten hat er sich eine Gassigeherin auserkoren, welche regelmäßig an den Wochenenden kommt, mit ihm lange Spaziergänge unternimmt, den Hundeplatz besucht und mit der er gaaaanz viel schmusen kann. Auch war er im November noch im Schweizer Jura auf dem Moron (ein Teil der Bilder ist von dort) unnd gleich im Januar auf dem Chasseral bei Schnee und Eiseskälte. Dort oben wehte wie verückt der Wind bei Minusgraden und dennoch stand Marley auf dem Berg, so als ob ihm das ganze Land gehören würde. (Über den Wolken...;-))

Grundsätzlich hat sich Marley recht gut an unser Tierheim angepasst. Dennoch sucht er auch nach so langer Zeit Anschluss bei Menschen, an jemanden, der  ihn dauerhaft zu sich nimmt und der immer für ihn da ist. Auch wenn es unendlich toll ist, dass es Leute gibt, die regelmäßig mit ihm etwas unternehmen, merkt man, dass er doch auch gerne irgendwo wäre, wo er sich voll und ganz auf eine Person konzentrieren könnte. Klar, ein gewisser Umgang müsste mit ihm geübt werden, aber auch wenn er in einem separaten Bereich schlafen müsste, wäre ein Herrchen oder Frauchen für ihn doch das, was er sich am meisten wünscht. Unbesttreitbar ist er ab und an etwas "Bluna", aber sind wir das nicht alle mal...;-)


Update Juni 2017: Es war warm in diesem Jahr... Marley hat sich wieder ganz gut im Tierheimalltag eingelebt und läuft, neben Barney und Peppino, als Langzeitinsasse mit. Am 21.06.2017 war er am Sternensee in den Vogesen schwimmen, bei über 28 Grad im Schatten. Da des Wetter richtig schön war, konnte ich erstmals mit ihm gemeinsam im See schwimmen. Und ich muss sagen, als Mensch ist man beweglicher als der Hund, da dieser nicht dazu neigt, nach unten zu tauchen. Es ging somit ganz gut, wobei man aufpassen musste, dass man nicht die Hand direkt vor seiner Schnauze aus dem Wasser hebt. Alles was aus dem Wasser kommt, ist erstmal Beute. 

Auf Grund der positiven Erfahrungen war Marley auch in Basel im Rhein schwimmen. Im Gegensatz zum See kann man sich hier normalerweise treiben lassen, aber Marley hat das Konzept nicht ganz verstanden. Somit paddelt er den ganzen Weg nach unten, ca. 2 Kilometer, und er ist danach nicht mal richtig fertig. Man merkt zwar kurzfristig Müdigkeitserscheinungen, aber das wars dann auch. Sobald er wieder aus dem Wasser raus ist, schaut er sofort interessiert, wenn jemand ins Wasser springt oder vorbei schwimmt. Auf dem Rückweg gehts entlang der Uferpromenade an den ganzen Leuten vorbei. Aus Sicherheitsgründen trägt er natürlich während des Schwimmens und auf dem Rückweg einen Maulkorb, wobei es ihm nichts weiter auszumachen scheint.

Autofahren hat er inzwischen auch einigermaßen verinnerlicht. Er sabbert zwar noch, hat sich aber bereits seit einiger Zeit nicht mehr übergeben. Teilweise schläft er inzwischen sogar auf dem Rückweg.


17.03.2017: Marley war dank eurer Spenden fast 6 Wochen im Tierheim Viernheim in dem Projekt "Start ins neue Leben". Dort wurde mit ihm trainiert und gleichzeitig wurde auch nach einem neuen Zuhause gesucht. Fast hätte es sogar geklappt aber leider hat es mit dem vorhandenen Rüden in der Familie nicht ganz so harmoniert.

Nun ist der Bub wieder bei uns und wir werden weiter mit ihm üben und halten euch über seine Fortschritte natürlich auf dem Laufenden. Schwerpunkt werden z. B. Vergesellschaftungen mit anderen Hunden sein :)

Hier findet ihr Marleys Profil von dem Projekt "Start ins neue Leben".


Update Januar 2017: So, das zweite Blutergebnis ist auch da. Sowohl der Borreliosewert als auch der Leberwert sind so weit in Ordnung und Marley fährt am 31.01.2017 definitiv nach Viernheim. Vielen Dank an all die Spender, die ihm dies ermöglicht haben.


2. Update Januar 2017: Wir haben es geschafft. Wir haben Marley Blut abgenommen und das gleich zwei Mal!!! Die ersten Blutergebnisse waren grundsätzlich zufriedenstellend, ein Leberwert war etwas erhöht aber noch in der Norm und Marley hat irgendwann mal Kontat mit Borreliose gehabt. Um aber definitiv sicherzustellen, dass er nur Kontakt mit Borreliose hatte und um nochmals den Leberwert zu überprüfen, wurde ein zweites Mal Blut abgenommen. Die bei der Gelegenheit gefertigten Röntgenbilder zeigten, dass seine Gelenke und Knochen in einem überraschend guten Zustand sind. Er hat zwar eine leichte Hüftdysplasie, aber diese ist bei weitem nicht kritisch bzw. sie untertrifft unsere Erwartungen bei so einem großen Hund. Eventuelle Interessenten können sich natürlich gerne die Ergebnisse anschauen. 

Und dann war Marley noch im Bereich Delemont wandern. Autofahren ist für ihn immer noch Stress, welcher sich in starkem Speicheln äußert. Jedoch ist er generell ruhiger beim Autofahren geworden, auch wenn wir ihn niemals ohne Maulkorb transportieren würden. Auch fällt immer wieder seine Höhenangst auf. Er sollte unter anderem auf einen Felsen klettern, was er glatt verweigerte. Das Foto unter dem Kreuz entstand erst, nachdem er hochgehoben wurde. Auf Grund seiner Höhenangst rückte und rührte er sich nicht, bis er wieder herunter gehoben wurde. Allerdings vergaß er die Höhenangst schnell, wenn irgendwo ein Hund bellte oder etwas Anderes seine Aufmerksamkeit fesselte. Und positiv ist zu erwähnen, dass wir ihn hochheben können, ohne, dass er uns dabei angeht.

Nun hoffen wir sehr, dass der zweite Befund der Blutwerte in Ordnung ist und er am 31.01. nach Viernheim fahren kann.


Update Januar 2017: Manch einer wird sich vielleicht schon gefragt haben, warum Marley immer noch bei uns ist. Wir hatten ja im Dezember einen erfolgreichen Spendenaufruf gestartet, um ihn zur Hundeakademie Perdita Lübbe zu dem Projekt "Start ins neue Leben" anmelden zu können. Leider wurde, von Seiten der Hundeakademie, der Termin von zunächst 02.01. auf den 09.01. und nun hoffentlich endgültig auf den 31.01.2017 verschoben. Aber, wir denken, dass der Termin nun steht und Marley bis zum 28.02. in Viernheim verbleibt. Wer sich informieren möchte, was die Hundeakademie mit ihm macht, findet hier ein Video vom WDR (Tiere suchen ein Zuhause), welcher in Viernheim gefilmt hat.


Update Dezember 2016: Es sind ereignisreiche Tage für Marley. Gestern, am 14.12., waren wir im Schweizer Jura auf dem Mont Raimeux. Und wieder mal haben wir Gemsen gesehen, die Marley unheimlich gerne gejagt hätte. Da die Berge sehr schroff abfielen, musste Marley zwei Mal am Baum angebunden warten. Er sollte nicht am Aussichtspunkt herunterstürzen, allerdings stieß diese Maßnahme bei ihm auf wenig Verständnis. Er bellte recht kräftig und tief und freute sich wie verrückt, als er endlich von dem Baum erlöst wurde. Auch musste er unterhalb eines Aussichtsturms angebunden warten, wobei er sich hier nach umfangreicher Protestkundgebung in sein Schicksal ergeben hat. Am Ende der Wanderung trafen wir noch auf eine Baggerschaufel. Was für ein unbekanntes, monströses Ding, was da einfach so auf der Wiese lag. Marley brauchte natürlich zwei, drei Minuten, bis er sich traute, an der Schaufel zu schnuppern. Was für ein Riesenbaby...

Am nächsten Morgen dann der nächste Schrecken für ihn: Tierarzttermin!!! Für die Hundeakademie wurden noch ein großes Blutbild sowie Röntgenaufnahmen der Hüfte und des Rückens benötigt. Ich glaube, nach Feuer verursacht Marley alleine der Gedanke an die Tierärztin die größte Angst. Aber, er hat alles gut überstanden und durfte dann endlich um elf sein Frühstück im Tierheim genießen.

Es hat im Übrigen alle überrascht, wie schnell der Spendenaufruf für die Hundeakademie abgeschlossen werden konnte. Vielen Dank an alle Spender. Wie gesagt, am 02.01.2017 wird er für vier Wochen nach Viernheim übersiedeln. Wir werden natürlich nachberichten.


Update November 2016: Und wieder einmal am Letzten des Monats war Marley im Schweizer Jura unterwegs. Diesmal auf einem weniger bekannten Bergrücken, dem Montoz. Hier kam Marleys Vorliebe für das Jagen und das Fressen von Exkrementen zu Tage. Jagen deshalb, weil er sehr aufmerksam und interessiert das Vorbeispringen der Gemse in ca. 20 Metern Entfernung beobachtet hat. Es war auch einiges an Durchsetzungsvermögen notwendig, dass er nicht hinter der Gems hinterher die Felsen hinabgesprungen ist, auch wenn er sie niemals bekommen hätte. Ob er den Sprung in den Abgrund überstanden hätte, ist sowieso fraglich. Auch fand er sehr Gefallen an zwei Jungkälbern, die wiederum wenig Lust hatten, mit ihm zu spielen. Sie liefen ca. 1 Kilometer vor ihm auf dem Weg her und Marley wollte sie unbedingt fangen. Er hatte seine helle Freude an den vor ihm weglaufenden Kälbchen. Und Pferde fand Marley auch sehr interessant, wobei ich nicht weiß, wie die Begegnung ausgegangen wäre, da der Hengst einen doch sehr imposanten Eindruck machte und sich schützend vor seine Stuten stellte.

Da der Bergrücken sehr naturbelassen war, fanden sich überall Überreste von Pferden, Hasen, Gemsen, Kühen und diversen anderen Tierarten. Ständig musste man Marley ermahnen, nicht irgendwo wohlig reinzubeißen um dann mit dampfender Schnauze freudig weiterzurennen, so nach dem Motto "Ich habs, fang mich doch und nimms mir weg, wenn du dich traust!". Interessanterweise  hat er jedoch ein Gerippe, welches im Wald lag, nicht bemerkt, obwohl es keine 10 Centimeter von seiner Schnauze entfernt lag.

Mittlerweile fällt mir auf, dass Marley das Interesse von anderen Leuten weckt, egal, wo man hinkommt. Auch auf dieser Wanderung freundete er sich mit der Wirtin an, auch wenn er ihren Hund anknurrte und parallel versuchte, den Kälbchen nachzujagen. Und, er wagte es sich, meinen Rucksack zu plündern. Kurz zuvor hatte ich ihm Lungenstücke gegeben und er meinte, ihm stände noch mehr zu.  Glücklicherweise hat er nur die, zugegeben, stark riechende Tüte der Lungenstücke zerfetzt.

Am Abend wurde es dann richtig bitter kalt, doch Marley machte auch das nichts aus. Das Auto parkte im Tal am Fluss und trotz Frost, Nebel und zugiger Luft wollte er weiter laufen, schnüffeln und die Umgebung erkunden. Als er, nach ca. 1,5 Stunden Fahrt jedoch wieder ins Tierheim  kam, sprang er freudig erregt in seinen Freilauf. Man kann sagen, er ist bei uns  eindeutig unterfordert, fühlt sich aber insgesamt dennoch wohl und freut sich, dass er ein, wenn auch hoffentlich nur  vorübergehendes, Zuhause hat.


Update Oktober 2016: Am letzten Oktobertag war Marley, bei strahlendem Sonnenschein, auf dem Chasseral im Schweizer Jura. Man merkt, dass er sich inzwischen sehr auf die Ausflüge freut, auch wenn er das Auto gegen jegliche "Eindringlinge" schützen will. Er war sehr aufgeregt und kaum zu bremsen, vor allem, weil der Wald voller Gemsen war. Natürlich weckte dies den Jagdtrieb in ihm. Sehr stolz waren wir, als er eine ca. 3 Meter hohe senkrechte Wand überwinden musste. Für Menschen war eine Leiter angebracht, die jedoch für die Hunde unpassierbar war. Mit Maulkorb konnte Marley jedoch hochgehoben und auf den nächsten Steinvorsprung gezogen werden. Als er endlich oben war, freute er sich wie ein Schnitzel. Beim Rasten hatte er starken Hunger und war kaum zur Ruhe zu bringen. Er versuchte ständig seinen Monsterschädel in den Rucksack zu stecken. Unbeeindruckt war er jedoch von den Gleitschirmfliegern, die direkt neben ihm versuchten zu starten. Außerdem hat er hat eine Vorliebe für Kuhfladen entwickelt, sehr zum Leidwesen desjenigen, der ihn an der Leine führt. Auf dem Rückweg schließlich war er so fertig, dass er lautstark im Auto geschnarcht hat. 


Update September 2016: Und mal wieder in den Vogesen... Marley war am Drumont und an der Moselquelle und er benimmt sich immer besser. So war es ohne Probleme möglich, die Ferme Auberge du Drumont zu besuchen, obwohl ein weiterer Rüde dort argwöhnisch seinen Platz verteidigt hat. Beim zweiten Halt im Hotel Restaurant du Col de Bussang schloss er Freundschaft mit dem Wirt. Überraschenderweise ließ sich Marley auch auf den Sockel am Gipfel des Berges Drumont helfen, so dass ich dort Fotos von ihm machen konnte. Überraschend war dies deshalb, weil er normalerweise etwas grummlig reagiert, sobald man ihn hochhebt. Am Ende des Tages freute er sich, wieder ins Tierheim zu kommen und dort sein Abendessen zu genießen. Denn etwas geschafft war er am Ende schon...


Update Juli 2016:  Marley war in den Vogesen! Wir haben ihn auf einer Wandertour von Steinabruck in der Nähe von Colmar auf den Berg Hohneck mitgenommen. 21 Kilometer, 1000 Höhenmeter und drei Seen sowie mehrere kleine Flüsschen lagen auf dem Weg. Marley war begeistert. Selbst nach 21 Kilometern und 8 Stunden laufen war er weder geschafft noch wollte er zurück nach Hause. Leider merken wir daran, wie stark er im Tierheim unterfordert ist und welche Leistung in ihm steckt. Die kleinsten und steilsten Pfade sprang er förmlich nach oben und rammelte sie so schnell er konnte wieder nach unten. Wir sind auch unheimlich stolz darauf, dass er keinen entgegenkommenden Wanderer gefressen hat...;) Nun wartet er wieder im Tierheim auf die vielleicht nächste Tour, vielleicht ja mit einem neuen Herrchen?


Update Februar 2016: Da Marley leider verschiedene Defizite, in seinem sozialen Verhalten immer wieder aufzeigt, haben wir beschlossen ihn nicht als Familienhund zu vermitteln. Ideal wäre für ihn, wenn er ein Gelände zum Bewachen hätte. Gerne mit einem vorhandenen Hundemädchen und regelmässigen Spaziergängen. Er ist einer der wenigen Hunde, für die auch eine Zwingerhaltung (nicht den ganzen Tag!) in Frage kommen würde.


Update Juli 2015: Bald "feiert" Marley seinen vierjährigen Geburtstag bei uns im Tierheim. Sein grösstes Geschenk für ihn und uns wäre es wenn wir endlich seine Menschen würden. Wir haben viel mit ihm gearbeitet und er ist ein sehr gelehriger Schüler geworden. Er ist nun auch gut an den Maulkorb gewöhnt und so können wir ihn auch auf unsere Rudelspaziergäne mitnehmen bei denen er lernt wie man sich anderen Hunden gegenüber benimmt.

Er liebt es übrigens im Wasser zu toben. Das ist sein Element und er kann gar nicht genug davon bekommen :)

Hier noch ein kleines Video: https://www.youtube.com/watch?v=WgxmdsoZNrQ


Update Februar 2015: Marley hat grosse Fortschritte gemacht und wir sind alle sehr stolz auf unseren "Dicken". Er möchte natürlich immer noch gerne ab und zu den Boss spielen aber durch unsere klaren Regeln ist er ihm Umgang sehr viel berechenbarer geworden. Wir freuen uns sehr über diese positive Entwicklung und es gibt uns Hoffnung dass wir doch noch seine Menschen finden.


Marley wurde abgegeben, weil der Vermieter die Haltung nicht erlaubt hat.

Marley ist ein lustiger Clownskopf mit sehr starkem Territorialverhalten. Grundsätzlich ist es ein Hund zum Pferdestehlen und er ist für jeden Spaß zu haben. Er braucht viel Auslauf und regelmäßig intensive Beschäftigung. Insbesondere liebt er es, über Wiesen zu rennen und Wasser ist natürlich das Allertollste.

Allerdings muss er noch erzogen werden, da er noch starke Flausen im Kopf hat. Auch neigt er dazu, seinen Besitzer zu kontrollieren und zu bevormunden. Sollte dieses Verhalten durch das Herrchen nicht abgestellt werden, kann er auch schon mal unter Einsatz seiner Zähne versuchen, seinen Standpunkt durchzusetzen. Man kann mit ihm super arbeiten, allerdings sollten neue Besitzer viel Hundeerfahrung, am Besten mit Rottweilern, haben und sie sollten sich definitiv durchsetzen können. Dann ist Marley ein zuverlässiger und treuer Begleiter.

Tierschutzverein
Weil am Rhein e. V.

Am Sohleck 18
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