Update Januar:
Chewie ist nun seit einigen Wochen im Tierheim und was sollen wir sagen, wir mögen den schlacksigen Kasper echt gerne.
Chewie läuft draußen zu 97% super schön an der Leine. Bei anderen Hunden ohne Leine ist er wirklich nett, selbst wenn er bei kleineren Hunden mal kurz zu grob ist lässt er sich von ihnen wieder in den Senkel stellen. Er ist einfach ein Körperklaus und man hat manchmal das Gefühl er weiß nicht so recht wohin mit seinen vielen Beinen. Bei Hundebegegnungen an der Leine muss man ihn sehr gut im Blick haben, damit er keinen Aufstand anzettelt. Hier kommt es sehr stark auf die Person an, die ihn führt. Sind die Fronten geklärt und weiß er, wo sein Platz ist, läuft er sehr artig an fast allem vorbei und lässt sich auch gut eingrenzen. Lässt man ihn gedankenlos in Situationen reinlaufen oder hat man ihn eben nicht "aufgeräumt" nutzt er das gnadenlos aus und geht nach vorne.
Dieses Verhalten ist auch absolut Massgeblich für den Rest des Umgangs mit ihm. Chewie kann ein absolutes Zuckerstück und ein Musterschüler sein - wenn er weiß mit wem er es zu tun hat und man ihn klar, ehrlich und authentisch führt. Sobald man sich aber zu sehr von ihm um den Finger wickeln lässt wird es ganz schnell blöd.
Futter verteidigen, attackieren wenn man in den Zwinger kommt, Probleme mit fremden Menschen, Gegenwehr gegen Einschränkungen des Besitzers, verteidigen des Besitzers ... da ist von allem was dabei.
Er kann aber auch auf einem großen eingezäunten Grundstück mit freilaufenden Hühnern, Kindern, Hunden aller Größen und Geschlechtern und verschiedenen Menschen problemlos frei laufen und einfach nur nett sein. Egal ob beim Autofahren, im Cafe oder im Baumarkt er kommt sehr schwer zur Ruhe und ist eher unsicher, macht es aber gut mit.
Im Haushalt verliert er diese Unsicherheit und fühlt sich deutlich zu schnell "zu Hause". Dort lässt er sich von anderen Hunden kaum mehr einschränken. Ressourcen in jeder Form werden ein Thema, er ist sehr intelligent, erfasst die Strukturen in einem Haushalt sehr schnell und nutzt sie ggf. zu seinem Vorteil. Dabei sucht er sich gerne das schwächste Glied in der Kette aus.
Er braucht einfach eine richtig bombenfeste Struktur und ein zu Hause mit ganz viel Ruhe Optionen. Eine Möglichkeit zur temporären räumlichen Trennung wäre ratsam. Ob er als Einzelhund oder als Zweithund lebt ist dabei egal, so lange der Zweithund ihm körperlich nicht deutlich unterlegen und sozial klar ist. Einen eigenen Garten würde er sicher begrüssen. Auf Grund seiner teilweise spannenden Ideen möchten wir ihn nicht in ein zu Hause mit Kindern vermitteln. Man darf nicht nicht vergessen, es gab bereits mehrere Beissvorfälle in der Familie in der er vorher gelebt hat und das darf nicht wieder passieren. Denn auch in neuen Umgebungen zeigt er sehr schnell Tendenzen in diese Richtung.
Uns ist auch sehr wichtig, dass Chewie in einen Haushalt kommt, in dem alle dort lebenden Erwachsenen Lust auf das "Projekt Hund" haben und nicht eine Bezugsperson die mit ihm arbeitet und der Rest des Haushalts erträgt sein Verhalten einfach - dafür ist er der falsche Hund. Ausserdem muss Interessenten klar sein, dass er den Maulkorb nicht aus modischen Gründen trägt. Er wird ihn auch in Zukunft benötigen und wir wünschen uns für ihn Menschen, die damit kein Problem haben und deren Ziel nicht ist, ihn möglichst schnell vom Maulkorb zu befreien.
Da Chewie momentan viele Ausflüge mit einer Trainerin unternimmt, arbeiten wir potenzielle Interessenten sehr gerne ein und begleiten euch.
Update Dezember: Chewie ist nun im Tierheim. Wir werden weiter berichten.
Für Chewie suchen wir die Nadel im Heuhaufen...
Er muss sein zu Hause verlassen, da er sich in den letzten Jahren, trotz Trainingsversuchen, nicht mit dem Besitzer "anfreunden" konnte und es immer wieder zu Attacken mit Bissverletzungen kam. Seit kurzem zeigt er auch auffälliges Verhalten gegenüber dem Kleinkind in der Familie. Er kennt bisher zu wenig Grenzen bzw. Grenzen, die auf Grund von familiären Umständen oder schwierigen Trainingsansätzen nicht umsetzbar waren im Alltag.
Chewies aktuelle Familie hängt, trotz allem, sehr an ihm und möchte ihm die Chance geben nochmal neu anzufangen, denn leider ist das Vertrauen seiner jetzigen Beisitzer (verständlicherweise) dahin und es besteht keine Option, dass er bleiben kann.
Ja, wir wissen, dass klingt nicht nach: Oh super, diesen Hund möchten wir sofort adoptieren, dennoch hat Chewie eine eine sehr liebenswerte Seite und wir hoffen sehr, dass er diese zweite Chance bekommen kann.
Chewie kennt Autofahren, kann stundenweise alleine bleiben und kennt einen Maulkorb. Katzen kennt er nicht.
Draußen reagiert Chewie häufiger mit Bellen/in die Leine springen auf: Radfahrer, Jogger, Fussgänger, Autos und Hunde.
Im Haushalt verteidigt er evtl. Futter. Er trägt aktuell immer wenn jemand im Haus ist einen Maulkorb. Zudem hat er in seiner bisherigen Familie, wie oben bereits erwähnt, ein großes Problem mit dem Mann im Haushalt. Dieser kann sich nicht mehr frei bewegen, ohne von Chewie attackiert zu werden. Ist die Besitzerin in der nähe, zeigt er teilweise sozial motvierte Aggression.
Bisher galt Chewie als unverträglich mit anderen Hunden. Erste Tests sahen jedoch super vielversprechend aus und wir wollen ihm unbedingt ermöglichen mit anderen Hunden in Kontakt zu trefen. Seit ca. 3 Jahren konnte er sich nicht mehr im Sozialkontakt mit Hunden üben. Er lässt sich sowohl von souveränen 2- als auch von souveränen 4-Beinern einschränken und wir hoffen sehr, dass der regelmässige Austasch mit Artgenossen ihm hilft, sich auch im Alltag mit Menschen besser einzugliedern. Wir könnten uns auch vorstellen, dass souveräne andere Hunde in seiner Größe eine Option wären in seinem neuen zu Hause.
Wir suchen für Chewie einen 1-2 Personen Haushalt mit viel Hundeerfahrung und ohne Kinder. Es wäre wünschenswert, dass eine Option besteht, Chewie in kritischen Situationen zeitweise in einem separaten Bereich unterzubringen. Chewie benötigt dringend authentische Menschen, die sich nicht scheuen im Grenzen zu setzen und diese auch zu wahren. Er benötigt klare Regeln und eine Struktur, der er folgen kann.
Chewies medizinische Geschichte wird momentan beleuchtet und evtl. weiter verfolgt. Aktuell liegen keine negativen Gesundheitlichen Befunde vor. Chewie ist kastriert und wiegt 37 kg.
Gerne helfen wir potenziellen Interessenten mir Rat, Tat und Fachwissen (gerne auch mit einem Trainer).
Tierschutzverein
Weil am Rhein e. V.
Am Sohleck 18
79576 Weil am Rhein
Tel. 07621 - 7 11 12
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